

MEIN HUND & ICH
Mein Weg zur Hundetrainerin
Ich heiße Maike Reisch und lebe mit meiner Familie in Biberach-Rissegg. Nach meinem Abitur habe ich Bauingenieurwesen studiert und arbeite seit 2001 in einem Ulmer Ingenieurbüro.
2017 habe ich mir endlich meinen Kindheitstraum eines eigenen Hundes erfüllt. Drei Bücher habe ich gelesen, um ja bei der Hundeerziehung nichts falsch zu machen. Das ist mir zu einem großen Teil auch gelungen. Im Juni zog unsere herzensgute Labradorhündin Kiwi als Welpe bei uns ein. Sie ist meine Seelenverwandte, außerdem Haus- und Hofbewacherin, Kummerkastentante, Haarmonster, Fressmaschine, Müll-Apportierer, zweite bessere Hälfte und natürlich der allerbeste Hund auf der ganzen Welt.

Fünf „goldene Regeln“ im Umgang mit dem Hund wurden damals von mir aufgestellt, an die es sich zu halten galt:
1. Der Hund wird nicht am Tisch gefüttert
2. Der Hund darf nicht nach oben
3. Der Hund darf nicht ins Bett
4. Der Hund darf nicht auf das Sofa
5. Der Hund wird nicht zum Hochspringen animiert
Die Regeln haben bis heute Bestand.
Naja, eine habe ich gebrochen …
Um mit Kiwi noch mehr gemeinsam zu machen und um mich sozial zu engagieren, hatte ich mich im Herbst 2020 für eine Therapiehundeausbildung entschieden. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es nie dazu gekommen. Heute muss ich sagen, dass es besser so war, denn für meinen Hund wäre es nichts gewesen. Das weiß ich nun. Stattdessen haben wir 2021 erfolgreich die Begleithundeprüfung sowie 2022 den BHV-Hundeführerschein bestanden. „Gut gemacht, Kiwi!“
Im März 2022 hatte ich dann mit meiner Ausbildung zur Hundetrainerin als Fernlehrgang an der Akademie für angewandte Tierpsychologie und Tierverhaltenstraining ATN AG Dürnten (Schweiz) begonnen und im Juni 2024 mit der praktisch-mündlichen Abschlussprüfung erfolgreich beendet.
Nun stehe ich vor einer neuen Herausforderung und möchte mein erworbenes Wissen an die vielen Menschen mit ihren Vierbeinern da draußen weitergeben.
Ich bin zertifiziert nach §11 Abs. 1 Nr. 8f) Tierschutzgesetz (TierSchG).

MEINE ART ZU TRAINIEREN
Für eine vertrauensvolle und nachhaltige Mensch-Hund-Beziehung
Ich sehe mich als Trainerin für Menschen mit ihren Hunden und möchte die Hundehaltenden bei der Erziehung ihrer Vierbeiner dahingehend unterstützen, einen alltagstauglichen Begleiter auszubilden. Dabei spielt für mich eine klare Kommunikation, Motivation, Bedürfnisbefriedigung und das Training mittels positiver Verstärkung eine wichtige Rolle.
Belohnungsbasiertes Training stärkt das Vertrauen, fördert eine sichere Bindung zwischen Mensch und Hund und führt zur besseren Lernfähigkeit des Hundes. Das Ziel soll schließlich sein, dass Dein Hund gerne mit Dir zusammenarbeitet und interagiert.

Aversive Trainingsmethoden lehne ich grundsätzlich ab, da diese beim Hund Schmerz / Angst auslösen und den Stresslevel unnötig erhöhen, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Reaktivität und Aggression steigt. Des Weiteren können diese Techniken zum Vertrauensverlust führen, die Bindung nachhaltig stören und gravierende Nebenwirkungen, wie Fehlverknüpfungen auftreten.
In meinem Training ist es mir wichtig, die Emotionen des Hundes wahrzunehmen, zu verstehen und entsprechend zu trainieren. Deshalb liegt ein besonderes Augenmerk auf der Körpersprache des Hundes und auf der des Menschen. Ich möchte mit meinen Mensch-Hunde-Teams möglichst stress- und konfliktfrei und auf einem geringen Erregungsniveau trainieren, weshalb ich sehr viel Wert auf Pausen und Entspannungstraining lege.
Da Hunde umgebungsabhängig und kontextbezogen lernen, findet mein Training an unterschiedlichen Orten und in verschiedensten Situationen statt. Auf diese Weise wird dem bekannten Problem, dass der Hund auf dem Hundeplatz funktioniert, aber daheim wieder alles „vergessen“ hat, entgegengewirkt.
“Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem
oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist,
sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt
erst einmal seine eigenen Fähigkeiten.”
Dr. Ute Blaschke-Berthold